Wer meinen Twitteraccount regelmäßig verfolgt hat mitbekommen, dass ich am Freitag im Sensomotorikzentrum Berlin zur Laufanalyse und zum Sensomotorik-Check war. Das ganze liegt leider etwas abseits nahe S Wilhelmsruh und somit hieß es erstmal knapp 50 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Zentrum fahren. Nach den Gesundheitsfragen und dem Getränk ging es auch mit dem Check los.

Fußscan

Als erstes wurde ein Fußscan gemacht. Also Socken ausgezogen und auf den Scanner rauf. Hier wurden meine Füße digital gemessen und Fußgröße- und breite bestimmt. Ein wenig über den Fuß gequatscht und so.
(der komische Fleck da ist übrigens nen Fussel!)

Fußscan

Fußdruckmessung

Nachdem wir den Fußscan hinter uns hatten ging es zur Fußdruckmessung. Hierfür musste ich über eine kleine Fußmatte laufen, damit die Sensoren den Schritt erfassen können. Nach fünfmal auf und ab laufen hatten wir einen guten Durchschnitsswert für meine Füße und es ging in die Analyse. Interessant war, dass mein rechter Fuß stark über den großen Zeh abrollt, wohingegen beim linken Fuß dies nicht der Fall ist. Nach der Messung musste ich ein paar Rumpfbeugen machen, mit meinen Zehen wackeln und auf einem Bein stehen, damit das Verhalten der Beine ausgewertet werden konnte.

Fußscan

Laufband

Als letztes stand das Laufband auf dem Programm. Zuerst wurde der Fokus auf die Füße und Knöchel gelegt. Beim nächsten Durchgang wurden dann die Knie beobachtet. Für mich besonders eindrucksvoll, vor allem die Analyse und Kameraaufnahmen (vor allem in Slow-Motion) waren sehr interessant. Wann sonst hat man die Möglichkeit seinen eigenen Laufstil zu beobachten? Auch die Analyse war deutlich tiefgründiger als bei jedem Laufschuhverkauf. Das Ergebnis:

- Fersenläufer
- Überpronation rechts mit Einwärtsdrehung des Kniegelenkes
- linker Fuß neutrales Laufen
- Beinachsen stehen leicht im X und innenrotiert

Danach bin ich ein wenig mit meinen alten Laufschuhen gelaufen, auch hier war das überpronieren (vor allem in slow-mo) des rechten Fußes sehr gut zu beobachten.

Fußscan
Als letztes ging es in die Laufschuhanalyse. Da mein linker Fuß sehr neutral läuft und die “Unstimmigkeiten” im rechten Fuß durch die Sohle verbessert werden sollen, wurde mir ein neutraler Laufschuhe empfohlen. Diesen bin ich dann in Form des Brooks Glycerin 8 gelaufen. Auch wenn der Schuh nur in 47,5 vorhanden war, ich aber 48,5 benötige, fand ich das Laufen im Brooks sehr angenehm. Gutes abfedern und weiche Dämpfung. Werde ihn mir wohl auch kaufen.

Fazit

Alles in allem fand ich den Sensomotoriktest super. 1 1/2h analysieren, laufen und lernen. Ich kann noch nicht sagen, ob die Sohlen mein Laufverhalten oder Verletzungsanfälligkeit deutlich oder spürbar verbessern, aber allein die sehr intensive Analyse und die vielen Insights die ich gewonnen habe waren die Reise für mich wert. Ich kann jedem nur empfehlen, solch einen Test mitzumachen. Der Test alleine kostet 69 Euro, mit anschließender Laufeinlage 199 Euro, wobei mir hier gesagt wurde, dass die Preise erhöht werden (bei mir wird die Einlage von der Krankenkasse übernommen).

Meinen verkürzten Trainingsplan in dieser Woche möchte ich nutzen, um euch meine Laufjacke “asics HERREN LAUFJACKE TOP IMPACT LINE” vorzustellen, die ich im November letzten Jahres von Joggen-Online.de geschenkt bekommen habe. Leider wurde es letztes Jahr dann sehr schnell sehr kalt, sodass ich erst in den letzten drei Monaten dazu kam die Jacke auszuprobieren.

die Jacke
Die Laufjacke ist aus der Impact Line von asics und kostet im Laden je nach Anbieter zwischen 110 und 140 Euro im Moment.
Für mich war es meine erste Laufjacke überhaupt.
Die Top Impact ist keine Winterjacke und auch keine Zip-Off Jacke, sondern eine klassische Regen- und Windjacke.

positiv
- die Jacke ist 100% wasserfest und wasserabweisend!
- an dem Ärmeln sind Klettverschlüsse, sodass keine kalte Luft in die Jacke gelangen kann, fand ich besonders bei kalten Temperaturen sehr von Vorteil
- die Jacke verfügt über zwei Taschen die noch eine weitere “Inntentasche” haben, somit kann ich meinen Hausschlüssel sehr gut verstauen
- der Kragen ist verschließbar
- rein optisch sieht die Jacke auch top aus

negativ
- ich habe mir die Jacke in L geholt und vom Torso ist die Jacke auch passend, aber die Ärmel sind viel zu kurz
- ich finde die Jacke sehr dunkel und ein oder zwei Reflektoren mehr hätten sicherlich nicht geschadet
- keine Kapuze die man an/abmachen kann

asics Top Impact Line
Fazit
Alles in Allem find ich die Jacke ganz gut, obwohl der Schnitt doch etwas misslungen ist. Die Ärmel hätten auch in einer L Version länger sein müssen. Bald ist es aber eh wieder wärmer, dann gehts in T-Shirt raus :)